Urlaub und Blog

Die folgenden Ansichten entstehen aus der Sicht eines Autorenteams, des Mittelstandes und über klassische B2B-Themen.

Die Frage nach DEM richtigen Zeitpunkt von Beiträgen für die eigene Leserschaft ist naturgemäss geprägt durch Messen und Aussendienst-Anregungen. Diese verteilen sich stets ausserhalb der Schulferien und Azubi Abschlussprüfungen. Dies ist sicherlich ein grundlegender Unterschied zu klassischen Privatblogs. Sollten situativ auch innerhalb der Urlaubszeit Beiträge zu erstellen und zu posten sein, ist ein Budget zur Verfügung, welches Auslagen für entgangene Freizeit oder schlechte Webanbindung als Spesen kompensiert.

In den meisten Fällen ist eher die Frage, ob man gerade im Urlaub den Ideenspeicher abschalten kann oder hier die kreativste Zeit ist, in der im Zweifel offline vorgeschrieben wird. Daraus ergibt sich nebenher kein Dienstschluss oder Urlaubshinweis im Blog, da die Beiträge ohnehin regelmässig unregelmässig erscheinen. Man könnte auch sagen: Guter Content findet seine Stammleser, die bleiben, weil man gerade nicht das Gefühl hat, auf Halde geschriebene Artikel bilden die Urlaubs-Warteschleife. Anders sieht es bei den Bildern und integrierten Dokumenten aus. Hier spielen Freigabe-Zeitpunkte und spätere Blogartikel-Überarbeitung eine wichtige Rolle. Unsere Stammleser sind es gewohnt, dass es einen beständigen Beta-Status gibt.

Ob diese Situation für Freelancer ebenfalls gilt, ist nicht eindeutig. Gerade Bild- und Film-, sowie AudioZuarbeiten können erst nach Blog-Vorstruktur erstellt werden und sind typischerweise zeitkritisch zur Fertigstellung. Viel wichtiger ist die Routine, die sich durch betriebliche Freiräume ergibt und sich nicht um Dienstreisen oder Urlaubszeit kümmert. Erwartet man, in einem gemeinschaftlichen Blogbeitrag, Zuarbeiten, so ist es unbedingt wichtig, sich abzumelden rsp. in Offline-Zeit zu verabschieden.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit leidet die Relevanz des eigenen Blogs in der Urlaubszeit nicht, da hier die Langfristigkeit und damit die Qualität entscheidend ist. Was möglicherweise eine Rolle spielt, ist die Einspielung von Inhalten mit ausländischer IP-Kennung, wie im Fall Las Vegas… genauso, ob man überhaupt mit deutscher Tastatur editieren kann. Auslands- und Dienstreisen dienen den Selfies und dem Surfen nach Anregungen an der Hotelbar… So habe ich seinerzeit einen fertigen Blogbeitrag über SUN und die deutsche Usergroup komplett verworfen, weil ein wichtiges Detail beim geselligen surfen im Caesars Palace alles in Frage stellte. Der Schreibprozess hatte jedoch für mich klärende Wirkung und ich bereue den Aufwand nicht.

Überhaupt gibt es in solchen Situationen mit Abstand zum Büro die besten Aspekte sich mit Argumenten und Sichtweisen des Wettbewerbs auseinander zu setzen. Wie eben auch die Frage, warum Marktbegleiter nicht bloggen oder kommentieren dürfen. Genau wie die Frage, wie es auf Tagungen und in Verbänden gehandhabt wird. Soll überhaupt über vermeintliche Interna berichtet werden, um Anregungen zu erhalten?!

Die Frage nach der Urlaubszeit ist m.E. eng verbunden mit Feiertagen im In- und Ausland und der Meinung, dass Umfeld-Parameter an anderer Stelle zu kommunizieren sind. Ein/der Blog darf sich darüber hinwegsetzen und auch zu Weihnachten und Sylvester berichten, wenn es etwas zu berichten gibt. Merke: Blogfreie Zeit dient der eigenen Meinungs- und Themenfindung 😀

 

Share Button

Über ʎәʞɹɐqɹәʇsәʍ uɐɾ (Gastautor)

Lokführer oder Feuerwehrmann wollte ich ohnehin nie werden, dafür gab es Vorbilder, wie Motorflug-Weltmeister, Meistergolfer oder Grosswildjäger in der eigenen Familie. Dazu kamen Imker, Marathonläufer und Buchautor als eigene Erfahrungen hinzu. Dann ein internationaler Beruf aus Berufung und Weiterbildung durch die vierte Unternehmer-GenerationY in Sachen Drohnenflug, European Sports League und App-Programmierung. Wenn der Weg das Ziel ist, sind noch viele zu erkunden, da meine Ziele so dynamisch und selbst vermehrend sind. Etwa über Forschungsprojekte von Industrie4.0 zu Arbeiten4.0 und AAL. In einer spannenden Zeit, in der alles möglich und jedes Geschäftsmodell im Wandel ist. Ich tue nichts und nirgendwo lieber, manchmal als Lokführer und oft als Feuerwehrmann.